Warum Regen die Reinigung nicht ersetzt
Regen spült losen Staub ab, mehr nicht. Was bleibt, sind Pollen, Ruß, Fett aus der Luft, Vogelkot und Moos. Und ausgerechnet dort, wo das Wasser abläuft, sammelt sich der Schmutz: an der unteren Modulkante bildet sich ein dunkler Rand, der mit jeder Saison breiter wird.
Dieser Rand ist der eigentliche Ertragsräuber. Weil Solarzellen in Reihe geschaltet sind, zieht eine verschattete Zellreihe den gesamten Strang mit nach unten. Ein Streifen von zwei Zentimetern kann so mehr kosten als eine gleichmäßige Staubschicht auf der ganzen Fläche.
Wie viel Ertrag kostet Schmutz?
Seriöse Zahlen gibt es nur für Ihre Anlage, nicht pauschal. Die Bandbreite in der Praxis ist groß und hängt vor allem von der Umgebung ab:
- Wohngebiet, freistehend, steile Neigung: meist geringe Verluste, Reinigung alle zwei Jahre genügt oft.
- Nähe zu Landwirtschaft: Staub und organische Rückstände setzen sich schnell fest, jährliche Reinigung sinnvoll.
- Unter Bäumen oder an Flugrouten von Vögeln: Laub und Kot beschatten punktuell, hier lohnt der halbjährliche Blick.
- Industrie und stark befahrene Straßen: Ruß und Fett bilden einen Film, den Regen nicht löst.
- Flachdach oder geringe Neigung: Wasser läuft langsamer ab, Schmutz bleibt deutlich länger liegen.
Wie fachgerecht gereinigt wird
- 1Entmineralisiertes WasserGereinigt wird mit Osmosewasser, das rückstandsfrei trocknet. Reinigungsmittel sind weder nötig noch erlaubt, sie hinterlassen einen Film, auf dem neuer Schmutz haftet.
- 2Weiche, rotierende BürstenKein Hochdruck, keine harten Pads. Beides beschädigt Beschichtung und Rahmendichtung und kostet Sie die Herstellergarantie.
- 3Arbeiten vom Boden oder gesichertTeleskopstangen reichen bei den meisten Anlagen aus. Module werden nie betreten, Mikrorisse entstehen sonst unsichtbar und dauerhaft.
- 4Sichtprüfung inklusiveBeim Reinigen sehen wir lose Klemmen, Bruchstellen, Marderspuren oder Bewuchs und melden Ihnen, was auffällt.
Wann sich der Termin lohnt
Am sinnvollsten ist das Frühjahr: Der Winterschmutz ist drauf, die ertragsstarken Monate stehen bevor. Ein zweiter guter Zeitpunkt ist der Spätsommer nach der Pollen- und Erntesaison. Wer eine Photovoltaikreinigung fest im Jahresplan verankert, muss nicht jedes Mal neu entscheiden.
Häufige Fragen
Der Preis richtet sich nach Modulanzahl, Dachart, Neigung und Zugänglichkeit. Sie erhalten vorab einen Festpreis pro Reinigung, inklusive Anfahrt und Wasseraufbereitung.
Nein, solange fachgerecht gearbeitet wird. Genau deshalb reinigen wir ohne Chemie, ohne Hochdruck und ohne die Module zu betreten.
In den meisten Fällen einmal jährlich. In der Nähe von Landwirtschaft, Bäumen oder Industrie kann ein halbjährliches Intervall sinnvoll sein.
Ja. Freiflächen, Carports, Flachdach- und Schrägdachanlagen auf Gewerbe- und Industrieobjekten gehören gleichermaßen dazu.